| Red Hat Enterprise Linux 4: Installationshandbuch für IBM® S/390® und IBM® eServer™ zSeries® Architekturen | ||
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Melden Sie sich in der z/VM unter dem Linux Guest-Account an. Sie können x3270 oder c3270 (vom x3270-Text-Paket in Red Hat Enterprise Linux) verwenden, um sich von anderen Linux-Systemen aus in die z/VM einzuwählen. Alternativ, benutzen Sie den OS/2 3270 Terminal-Emulator auf der S/390 Managementkonsole. Wenn Sie von einer Windows-basierten Maschine aus arbeiten, bietet Jolly Giant (http://www.jollygiant.com/) einen SSL-fähigen 3270 Emulator.
Wenn Sie sich nicht in CMS-Modus befinden, treten Sie in diesen ein.
i cms |
Falls erforderlich, fügen Sie das Gerät mit den TCP/IP Tools der z/VM zu Ihrer CMS-Liste hinzu. Zum Beispiel:
vmlink tcpmaint 592 592 |
Wenn Sie eine der qdio/qeth-basierten Netzwerkverbindunsarten (wie zum Beispiel OSA express oder hipersockets) verwenden, leiten Sie den VM Guest Qioassist Parameter ein:
set qioassist off |
Wählen Sie sich über FTP in die Maschine mit den Red Hat Enterprise Linux Boot-Images (kernel.img und initrd.img) ein und führen Sie die folgenden Befehle aus (verwenden Sie die Option repl, wenn SIe bestehende kernel.img and initrd.img Image-Dateien überschreiben):
cd /location/of/boot/images/
locsite fix 80
bin
get kernel.img (repl
get initrd.img (repl
ascii
get redhat.parm (repl
quit
Sie können nun die Parameterdatei (z.B., redhat.parm) erstellen. Sehen Sie Anhang B für Beispiele von parm-Dateien. Folgend ist eine Beschreibung der Inhalte einer parm-Datei.
Es ist eine maximale Anzahl von 32 Parametern in der Parameterdatei erlaubt. Aufgrund dieser Einschränkung sollten Sie eine neue Konfigurationsdatei auf einem CMS DASD dazu benutzen, um die ursprüngliche Netzwerkkonfiguration und die DASD-Spezifikation zu konfigurieren.
Eine .parm-Datei ist noch immer erforderlich für die Echter Kernel Parameter, wie z.B. root=/dev/ram0 ro ip=off ramdisk_size=40000 und einzelne Parameter, die keinen Variablen zugeordnet sind, wie z.B. vnc. Zwei neue Parameter, die das Installationsprogramm auf die neue Konfigurationsdatei pointen, müssen zur .parm-Datei hinzugefügt werden:
CMSDASD=191 CMSCONFFILE=redhat.conf |
CMSDASD ist die Geräte-ID des CMS-formatierten DASD, welches die Konfigurationsdatei enthält. CMSDASD ist für gewöhnlich '$HOME' DASD 191 des Großrechner-Benutzers. Der Name der Konfigurationsdatei muss mit CMSCONFFILE lediglich in Kleinbuchstaben festgelegt werden.
Die Syntax von CMSCONFFILE ist bash-style mit variable="value"-Paaren, eines in jeder Zeile.
Beispiel für redhat.parm-Datei:
root=/dev/ram0 ro ip=off ramdisk_size=40000 CMSDASD=191 CMSCONFFILE=redhat.conf vnc |
Beispiel für redhat.exec-Datei:
/* */ 'cl rdr' 'purge rdr all' 'spool punch * rdr' 'PUNCH KERNEL IMG A (NOH' 'PUNCH REDHAT PARM A (NOH' 'PUNCH INITRD IMG A (NOH' 'ch rdr all keep nohold' 'i 00c' |
Beispiel für redhat.conf-Datei:
HOSTNAME="foobar.zSeries.example.com" DASD="200-203" NETTYPE="qeth" IPADDR="192.168.17.115" SUBCHANNELS="0.0.0600,0.0.0601,0.0.0602" PORTNAME="FOOBAR" NETWORK="192.168.17.0" NETMASK="255.255.255.0" BROADCAST="192.168.17.255" SEARCHDNS="example.com:zSeries.example.com" GATEWAY="192.168.17.254" DNS="192.168.17.1" MTU="4096" |
Die folgenden Parameter sind erforderlich und müssen in der Parameterdatei enthalten sein:
DASD=<dasd-list>
Wobei <dasd-list> die Liste der von Red Hat Enterprise Linux zu verwendenden DASD-Geräte ist.
Obwohl eine automatische Erkennung von DASDs statt findet, sollte dieser Parameter nicht angegeben werden, wird es strengstens empfohlen den DASD=-Parameter hinzuzufügen. Die Gerätenummern (und damit Gerätenamen) können sich ändern, wenn ein neues DASD zum Red Hat Enterprise Linux Guest hinzugefügt wird, was ein unbrauchbares System zur Folge haben kann.
root=<file-system>
wobei <file-system> das Gerät bestimmt, auf dem das Root-Dateisystem enthalten ist. Zu Zwecken der Installation, sollte dies auf /dev/ram0 gesetzt werden, was der Ramdisk mit dem Red Hat Enterprise Linux Installationsprogramm entspricht.
Die folgenden Parameter sind zum Einrichten des Netzwerks benötigt:
SUBCHANNELS=
Liefert die erforderlichen Geräte-Bus-IDs für die verschiedenen Netzwerkschnittstellen.
qeth: SUBCHANNELS="<read_device_bus_id>,<write_device_bus_id>, <data_device_bus_id>" lcs: SUBCHANNELS="<read_device_bus_id>,<write_device_bus_id>" ctc: SUBCHANNELS="<read_device_bus_id>,<write_device_bus_id>" |
Zum Beispiel (ein Sample qeth SUBCHANNEL Statement):
SUBCHANNELS=0.0.0600,0.0.0601,0.0.0602 |
Um ein spezifisches CTC-Protokoll zu erzwingen, können zusätzliche Parameter hinzugefügt werden. Zum Beispiel:
CTCPROT=<n>
Wobei <n> eines der Folgenden ist:
· 0 für Kompatibilitätsmodus (in Verwendung mit nicht-Linux Partnern, nicht S/390 und zSeries Betriebssystemen)
· 1 für erweiterten Modus
· 2 für CTC-basiertes tty (nur auf Linux-nach-Linux Verbindungen unterstützt)
· 3 für Kompatibilitätsmodus mit S/390 und zSeries Betriebssystemen
PEERID=<userid>
Wobei <userid> die ID der Gast-Maschine ist, zu der Sie verbinden wollen. Beachten Sie, dass die ID in Großbuchstaben geschrieben werden muss. Eine IUCV-Verbindung zu einer z/VM TCP/IP Service-Maschine, zum Beispiel, sollte wie folgt geschrieben werden:
PEERID=TCPIP
Beachten Sie, dass der PEERID-Parameter den IUCV-Parameter ersetzt, der mit der Linux Kernel Version 2.4 verwendet wurde.
Die folgenden Parameter sind optional:
HOSTNAME=<string>
Wobei <string> der Hostname des neu installierten Linux-Guest ist.
NETTYPE=<type>
Wobei <type> einer der folgenden sein muss: ctc, iucv, lcs oder qeth.
IPADDR=<IP>
Wobei <IP> die IP-Adresse des neuen Linux-Guest ist.
NETWORK=<network>
Wobei <network> die Adresse Ihres Netzwerks ist.
NETMASK=<netmask>
Wobei <netmask> die Netmask ist.
BROADCAST=<broadcast>
Wobei <broadcast> die Broadcast-Adresse ist.
GATEWAY=<gw>
Wobei <gw> entweder die Gateway-IP für Ihr eth-Gerät oder die IP-Adresse des ctc/escon/iucv point-to-point Partners ist.
MTU=<mtu>
Wobei <mtu> die Maximum Transmission Unit (MTU) für diese Verbindung ist.
DNS=<server1>:<server2>:…:<serverN>
Wobei <server1>:<server2>:…:<serverN> eine durch Semikolon getrennte Liste von DNS Servern ist. Zum Beispiel:
DNS=10.0.0.1:10.0.0.2
SEARCHDNS=<domain1>:<domain2>:…:<domainN>
Wobei <domain1>:<domain2>:…:<domainN> eine durch Semikolon getrennte Liste von Search-Domains ist. Zum Beispiel:
SEARCHDNS=example.com:example.org
PORTNAME=<osa_portname> | <lcs_portnumber>
Diese Varible unterstützt OSA-Geräte, die im qdio-Modus oder auch im Nicht-qdio-Modus arbeiten.
Wenn Sie qdio-Modus benutzen: <qeth_portname> ist der Portname, des OSA-Gerätes im qeth-Modus. PORTNAME ist nur erforderlich für z/VM 4.3 oder älter, ohne APARs VM63308 und PQ73878.
Wenn Sie nicht qdio-Modus benutzen: <lcs_portnumber> wird dazu benutzt die relative Portnummer als Ganzzahl von 0 bis 15 zu übergeben.
FCP_<n>="<device_number> <SCSI_ID> <WWPN> <SCSI_LUN> <FCP_LUN>"
Diese Variablen können auf Systemen mit FCP-Geräten benutzt werden, um die FCP-Einstellung vorzukonfigurieren. Änderungen können auch nachträglich während der Installation vorgenommen werden. Ein Beispielwert könnte wie folgt aussehen:
FCP_1="0.0.5000 0x01 0x5105074308c212e9 0x0 4010" |
<n> ist ein ganzzahliger Wert (e.g. FCP_1, FCP_2, ...).
<device_number> wird zur Spezifizierung der Adresse des FCP-Gerätes benutzt ( 0.0.5000 für Gerät 5000, zum Beispiel).
<SCSI_ID> wird in Hexadezimal-Werten, üblicherweise werden sequentielle Werte (z.B. 0x01, 0x02 ... ) in mehrfachen FCP_ Variablen verwendet.
<WWPN> ist der World-Wide-Port-Name, der für Routing benutzt wird (oft in Verbindung mit Multipathing) und ist ein 16-stelliger hexadezimaler Wert (e.g. 0x5105074308c212e9).
<SCSI_LUN> bezieht sich auf die logische Einheit lokaler SCSI und wird als Hexadezimal-Wert festgelegt, üblicherweise werden sequentielle Werte (z.B. 0x01, 0x02 ... ) in mehrfachen FCP_ Variablen verwendet.
<FCP_LUN> bezieht sich auf die logische Einheit des Speichers und wird als hexadezimaler Wert festgelegt (wie zum Beispiel 0x4010).
![]() | Anmerkung |
|---|---|
Jede der Werte, die in den FCP-Parametern benutzt werden (FCP_1, FCP_2, ...) sind abhängig vom Einsatzort und werden normalerweise vom FCP-Speicheradministrator bereitgestellt. |
Der folgende Parameter für eine Kickstart-Installation ist optional:
RUNKS=<value>
Wobei <value> 1 ist, wenn Sie das Installationsprogramm im nicht-interaktiven Modus im 3270 Terminal ausführen wollen oder 0 andernfalls.
![]() | Anmerkung |
|---|---|
Stellen Sie sicher, dass Ihre Kickstart-Datei alle notwendigen Parameter enthält, bevor Sie diese Option verwenden. |
Sollten jegliche Netzwerk-Parameter aus der Datei parm herausgelassen werden, die für den fehlerfreien Betrieb des Netzwerks notwendig sind, werden diese im Laufe des Installationsbootprozesses erfragt.
Haben Sie sich abgemeldet, verbinden Sie und melden Sie sich unter der z/VM Gast-ID an, die Sie vorhergehend für die Installation konfiguriert hatten. Sollten Sie nicht im CMS-Modus sein, treten Sie nun in diesen ein.
i cms |
Erzeugen Sie ein ausführbares Skript, das die notwendigen Befehle enthält, um einen IPL zum Kernel-Image durchzuführen und die Installation zu starten. Das folgende Beispiel ist ein typisches Start-Up Skript:
/* */ 'CL RDR' 'PURGE RDR ALL' 'SPOOL PUNCH * RDR' 'PUNCH KERNEL IMG A (NOH' 'PUNCH REDHAT PARM A (NOH' 'PUNCH INITRD IMG A (NOH' 'CH RDR ALL KEEP NOHOLD' 'IPL 00C CLEAR' |
Das anfängliche Start-Up Skript für die Installation fragt Sie nach Ihrem Netzwerk und Ihren DASDs, es sei denn, Sie haben die benötigten Informationen in der Datei parm angegeben.
Wurden alle Fragen erst einmal beantwortet, sind Sie dazu bereit in den Kern des Installationsprogramms einzusteigen, den Loader. Um mit der Installation fortzufahren, sehen Sie Kapitel 2 für Anleitungen.
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